Die ganze Geschichte

In den 1980ern war CANOO eine der bekanntesten Bands im Raum Mönchengladbach und auf allen großen und kleinen Bühnen der niederrheinischen Tiefebene zu Hause. Ambitionierte, junge Musiker, die nicht die Hitparade rauf- und runter coverten, sondern sich allen Widrigkeiten zum Trotz mit ausschließlich intrumentalen Eigenkompositionen vor die geneigte Zuhörerschaft wagten, waren schon damals eher selten anzutreffen.

 

Und der Erfolg gab ihnen Recht. Eine immer größer werdende Fangemeinde erfreute sich bei den zahlreichen Live-Events der ausgesprochen großen Spielfreude der jeweiligen Protagonisten. Einer der absoluten Höhepunkte war der Auftritt beim 6. Jazzmeeting auf dem Mönchengladbacher Kapuzinerplatz im Jahre 1982, als die Band mit dem Amerikaner Paul Motion und dem ehemaligen Focus-Gitarristen Jan Ackermann die Bühne teilte.

 

Gegründet als Rheindahlener Schülerband entwickelte sich schon recht früh eine Ensemble mit großen Ambitionen und dem erklärten Ziel, den zahlreichen Fans tanzbare Rhythmen gepaart mit uneingeschränkt guter Laune darzubieten. Angesiedelt irgendwo zwischen Latino- & Funk/Soul-Rhythmen, Jazz- & Ambient-Harmonik, Blues-Feeling & energetischem Rock ließ sich die Band nie in eine Schublade stecken, sondern blieb sich mit einem Augenzwinkern immer selbst treu.

 

 

 

 

1978
Aus der Deutschrock-Band "Sagebrush" (Heike Roters/Gesang, Rainer Siemes/Gitarre, Olaf Joeressen/Gitarre, Manfred Hasler/Bass, Dirk  Rütten /Percussion, Mirco Weber/Saxophon und Bernd Klomp/Schlagzeug) entwickelt sich mit der Zeit eine krautige Jazzrock-Formation.

 

1979
Ohne Gesang und Rainer Siemes nennt sich die Band nun canoo und mit dem neuen Gitarristen Fritz (Fred) Thienes und eigenen Instrumentalstücken avancierte canoo innerhalb von kurzer Zeit zu den beliebtesten Liveacts der Stadt.

 

1981  

Fritz Thienes verlässt die Band. Mit dem neuen Gitarristen Burkhard (Howie) Franke entwickelt sich canoo weiter in Richtung Fusionband.

 

1982
Gekrönt wird diese Zeit durch einen vielbeachteten Auftritt bei dem von Fritz Reutemann und Jazzlegende Ali Haurand organisierten 6. Internationalen Jazzmeeting in Mönchengladbach.

 

1983
Als Gründungsmitglied Mirko Weber Mönchengladbach verlässt, übernimmt Gerd Reinhardy den Saxonfon-Part. Mit seinem Show-Talent und dem immer durchscheinenden Schalk prägt der Vollblutmusiker für die nächsten Jahre den Charakter der Band mit.  

 

1984
Christian Nauen ersetzt Manfred Hasler am Bass und Olaf Joeressen verlässt die Band.

 

1985

Der Tastenmann Georg Sehrbrock komplettiert nach dem Ausstieg von Olaf Joeressen das LineUp und erweitert das Klangspektrum erheblich.

 

1986

canoo räumt als Support für die Bundespopsieger „Cold Heat“ im proppevollen Geneickener Hof so richtig ab. Die fein ironische und augenzwinkernde Auffassung von Funk, Jazz und Rock kommt auch in der Folgezeit sehr gut an in der Region.

 

1987

Ute Mansell aus Krefeld stößt hinzu, ab sofort ist CANOO mit 2 Saxophonen unterwegs. Gemeinsam mit Gerd Reinardy und einem blauen Schlangenlederkoffer übernimmt sie die Abteilung Rampensau.

 

1987/88

Bei vielen Shows in der Region wird canoo's Konzept „Groovender Funk/Pop/Jazz mit selbstironischer Note“ ausgearbeitet und verfeinert. Es gibt ein erstes Gesangsstück (es soll das einzige bleiben) ...

 

1988

Wolfgang "Wolle" Müllers ersetzt Howie Franke an der Gitarre, der Sound wird rockiger.

 

1989

Irgendwie war dann doch die Luft raus und Canoo verabschiedet sich nach 10 aktiven Jahren sang- und klanglos von den Bühnen der Region.

 

Gerd widmet sich dem Blues, Ute geht zurück nach Krefeld. Wolle, Georg und Christian konzentrieren sich auf die Rockcoverband Wayne, Dirk tauscht die Congas gegen eine Gitarre und Bernd wechselt die Seiten. Er wird Soundman.

 

2006

Viel zu früh verstirbt der ehemalige CANOO Saxophonist Gerd Reinardy. Wir verlieren einen Freund!

 

2018

Auf der Geburtstagsparty von Olaf Rappe (in dessen Studio 1982 die ersten Aufnahmen von canoo entstanden) in Viersen treffen sich zufällig Bernd, Dirk, Howie, Olaf und Georg. Eine verrückte Idee wird geboren und nimmt langsam Gestalt an.

 

2019

Am 15. Juni ist es soweit. CANOO spielt mit 30jähriger Verspätung das längst überfällige Abschiedskonzert!